BALI : Insel der Götter und Dämonen.

Bali ist für viele ein Paradies, es zieht Besucher magisch an,  mit seiner tropischen Fülle, seinen traumhaften Stränden, vor allem aber mit seiner einzigartigen Kultur.

Zahlreich sind die Beinamen, mit denen Bali bedacht wurde : Insel der Götter und Dämonen ( Geliebte der Götter ), Morgen der Welt…. Vorstellungen vom letzten Paradies sind seit den frühen Jahren des 20. Jhs., als zivilisationsmüde Europäer sich auf der kleinen tropischen Insel niederließen, immer wieder auf Bali projiziert worden. Landschaftliche Schönheit, freundlichen Menschen, und eine faszinierende Kultur waren beste Voraussetzungen für Erfolg, als das Zeitalter des Massentourismus eingeläutet wurde. Exotik in konsumierbaren Dosen und zu günstigen Preisen versprachen die Kataloge  der Reiseveranstalter, und die Zahl der Besucher schwoll von Jahr zu Jahr an.

Der Fremdenverkehr forderte seinen Tribut : In einigen Gegenden ist das Trinkwasser knapp geworden, die Strassen sind verstopft, Tausende alte Bäume sind der hohen Nachfrage nach geschnitzten Souvenirs zum Opfer gefallen, und zu viel landwirtschaftliches Nutzland wurde verbaut, besonders an der Küste.  1969 besuchten die Insel nicht einmal 11 000 Urlauber. Anfang der 1990er – Jahre wurde die Millionengrenze überschritten. 2009 waren es weit über 2 Millionen.

Hat auch die Insel der Götter ihre    Unschuld verloren. Bali gehört nach wie vor zu den faszinierendsten Plätzen der Welt. Und die einzigartige balinesische Kultur überlebte trotz oder gerade wegen des Tourismus. Die Einnahmen aus diesem wichtigen Wirtschaftszweig ermöglichten es Gemeinden, ihre Tempel zu restaurieren, neue Tanzgruppen und Kunstzentren entstanden. So durchdringt die Religion auch heute noch alle Bereiche des Lebens. Opfer sichern das Wohlwollen von Göttern und Dämonen, mit Festen, Musik und Tanz erfreut man sie. Feierliche Prozessionen elegant gekleider Menschen, Frauen, die Türme von Opfergaben auf ihren Köpften balancieren, die kraftvollen Klänge des Gamelanorchesters und der Liebreiz junger Tänzerinnen gehören zum Festkleid der Insel und zum eindrucksvollsten Erlebnis für den Besucher, der die ausgetretenen Pfade ein  Stück weit verlässt und von den Küsten ins Hinterland reist.

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