Feste und Zeremonien

Räucherstäbschen, Opfergaben, Festessen, Musik und Tanz-Zeremonien, auf Bali sind immer Gottesdienst und sinnliches Spektakel gleichermaßen.

Tempelfeste sind großartige Gelegenheiten, Bali in Festkleid und Festlaune zu erleben : Frauen, die Opfergaben auf dem Kopf balancieren, Gamelan – Musik und heilige Tänze, Tempelrituale oder auch hin und wieder ein Hahnenkampf, der dann – und nur dann – legal ist, und jede Menge andere Aktivitäten gehören dazu.
Die Balinesen kennen zwei Kalendersysteme : Der Saka Kalender stammt aus Südindien und ist ein Sonnenkalender, der im.Jahr 78 n. Chr. einsetzt und 354 Tage hat. Der Beginn des Jahres wird durch das Nyepi Fest markiert.
Nach dem Pawukon Kalender ( auch Wuku Kalender ), dem traditionellen balinesischen Kalender, hat das Jahr 210 Tage, wird aber nicht als separate Einheit gesehen, sondern läuft in kontinuierliche Zyklen ab. So ist jeder Monat, der 35 Tagen hat, in mehrere Wochen von 1 bis 10 Tagen Länge aufgeteilt, die paralel laufen. Nach dem Pawukon Kalender werden die Tempelgeburtstage ( odalan ) oder die Termine der Duchgangsriten berechnet. Das wichtigste Fest ist Galungan, das auf der ganze Insel begangen wird, und die Ankunft der Götter auf Bali feiert. Die Tempel festlich werden dekoriert und Tänze aufgeführt. Zehn Tage später an Kuningan werden die Götter wieder verabschiedet.

Nyepi : Tag der Stille.

Nach dem Saka Kalender endet das Jahr im neunten Monat ( März oder April ). Am Neujahrsabend ziehen die Menschen mit Taschenlampen ( Bobok ) durch die Straßen und machen so viel Lärm wie möglich – schlagen auf Töpfe und Pfannen und entzünden Feuerwerkskörper, um die bösen Geister zu vertreiben. Außerdem werden Monster aus Pappmaschee, die man in tagelanger Arbeit angefertigt hat, durch die Straßen getragen und anschließen wiederum ausgesprochen lautstark Krach verbrannt.
Der Neujahrstag Nyepi ( still sein ) dagegen wird in absoluter Stille verbracht. 24 Stunden lang verlässt niemand das Haus und verhält sich ganz still. Kein Licht darf brennen und kein Herd wird angeschaltet. So macht man die möglicherweise züruckkehrenden Dämonen glauben, die Insel sei unbewohnt. Alle Vergnügungen sind untersagt, und der Tag gehört dem Gebet und der Meditationen. Auch für Touristen gelten diese Regeln in abgemilderter Form. Flüge werden storniert und Besucher sind angehalten, ihre Hotels nicht zu verlaßen. Die Restaurants außerhalb der Hotels sind geschlossen, aber in den Hotels ist die Versorgung gewährleistet.

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